Das Weblog der MOApp Programm Manufaktur.
Tiraden, Kommentare, Fünde und Tipps von Michael & Ollerum.

Alles aus folgender Schublade: Deppenalarm



Gutgläubige, bequeme Volldeppen, die nichts dazu gelernt haben

Ja, ich rede von uns. Von uns allen. Von uns allen über einen Haufen geworfen.

Was momentan passiert ist aus dem Lehrbuch; 1 zu 1 und nicht einmal auch nur ein wenig abgewandelt oder einfallsreich.

Es war seit Jahren absehbar und man hätte etwas gegen tun können. Und wer jetzt noch glaubt, dass da immer noch Zeit wäre, der hat es nicht verstanden.

Es passiert. Du brauchst auch nicht mehr aufwachen. Es ist eh schon zu spät.

Die Liste der simplen Dinge, die man abarbeiten muss, ist schon längst zu Ende. Diese Liste ist nämlich verdammt kurz.

Der Schock-Moment ist eigentlich auch schon wieder vorbei. Während einige noch ihre Schilder malen und zu irgendwelchen Flughäfen eilen, werden an anderer Stelle schon die nächsten Fakten geschaffen.

Wer nicht versteht, worum es geht, der google mal bitte Schock-Moment. Du kannst es aber auch gleich wieder lassen; es macht keinen Unterschied mehr.

Es macht schon seit Jahren keinen Unterschied mehr.

Wir hatten um 2008 herum ein ganz kleines Fenster, es besser zu machen und das Ruder ein klein wenig in die andere Richtung zu wuchten und wie immer - so als großer, gemeiner Haufen - haben wir es natürlich verpeilt.

Denn genau dieses Besser, dieses besser Machen ist der Punkt, der es immer wieder und wieder und wieder und wieder auslöst und auch in Zukunft wieder auslösen wird.

Dieser ganz große Haufen hält nur zusammen, wenn eine einzige, simple Bedingung halbwegs erfüllt wird und das ist das Versprechen - im Sinne von gefühlter Wahrheit (kommt euch das bekannt vor?) - dass es die eigenen Kinder besser haben, besser haben werden.

Und wie haben wir das, als wir die Chance hatten, dafür etwas zu tun, nach verlorenen Jahrzehnten, in denen wir dem Raubbau dröge zugeschaut hatten, mal wieder so schön verpennt.

Und jetzt, da auch die letzten Mahner leider ausgestorben sind, da passiert das, was immer passiert, wenn die, die meinem mit Fakten, Wahrheiten und einem komischen Gefühl von Gerechtigkeit und einem Dach überm Kopp und einem Job, der unterm Strich mehr als 2,50 nach Hause bringt - wenn diese Gutmenschen (im Sinne, von: mir geht es doch halbwegs gut) meinen, so schlimm wird es schon nicht werden, so böse kann doch keiner sein, irgend jemand wird die schon stoppen.

Nein. Niemand wird die stoppen.

Und wenn der Rauch sich dann irgendwann in ein paar Jahren bis Jahrzehnten wieder verzogen hat und das ganze Elend zum Vorschein kommen wird und wir uns mit Mahnmalen und Theaterstücken davon überzeugen müssen, dass dies nie wieder passieren darf, hallt in irgendwelchen Ruinen noch das Gelächter derer nach, die es besser wussten.

Die Menscheit lernt nicht dazu. Nur die Werkzeuge ändern sich. Gestern war es das Radio. Heute ist es Twitter und das nächste Mal Siri oder Alexa.

Nur das Handbuch, das bleibt …



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Wenn man einen Klatsch hat …

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… dann klöppelt man sich das Schreibtischbild passend zur Tasche!



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Die Mär vom Mehr

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1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 …
Schneller, kleiner, dicker, dünner, mit, ohne, mit ohne …
Man braucht, man muss, man kann gar nicht ohne – und Frau sowieso …

Mein Alltagshosentaschentelefon ist knapp vier Jahre alt.
Mein Hauptrechner zum Klöppeln von Software knapp sechs.
Meine Support-Emails beantworte ich auf einem fast acht Jahre altem MacBook.
Wenn ich dann mal dazu komme, dann schieße ich meine guten Bilder mit einer fast neun Jahre alten Kamera, die immer noch alle anderen, die gestern auf den Markt gekommen sind, an die Wand knipst …

Ich kann mit all diesen alten Dingen von Vorgestern genau das machen, was ich auch mit einem neuen MacBook, einer neuen Leica oder einem neuen Galaxy machen kann …

So ein neues MacBook ist toll und leicht und klein und auch das kann in der kleinen Sparbrötchen-Version alles machen, was auch ein doppelt so teures Pro kann; es dauert höchstens mal zwei Sekunden länger …

Und ein gescheites MacBook aus 2010 bekommt man in einem guten Zustand für 200,– Euro. Dann steckt man noch eine SSD für 100,– Euro rein und hat einen vollkommen ausreichenden Rechner für die nächsten paar Jahre.

Ein gebrauchtes, gescheites Telefon bekommt man für weniger als 100,– Euro. Dann installiert man CyanogenMod und hat ein aktuelleres und vor allem sicheres Teil, als einem der Blödmarkt für das Vielfache als neu aufschwätzt. Und für die Bilder, die 99 Prozent von euch ungefragt ins Internet stellen, da reicht auch dessen Kamera noch dicke aus.

Wir alle haben im Schnitt mindestens drei Hosentaschenteleföner zu Hause rumfliegen, die für 99 Prozent der Dinge, die wir tatsächlich damit tun, noch dicke ausreichen würden.

Wir wissen es alle immer so dolle besser und in 99 Prozent der Fälle … OOOH, SCHAU MAL! EIN BOKEH!!!



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Das sollte Sie auch interessieren!

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Ich hätte da pünktlich zum Marktstart auch ein Dash im Angebot – könnt Ihr die bitte mal unters Volk bringen?



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Spielen wir das Spiel vom Killer doch mal andersherum

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Fangen wir doch mal mit einem alten Michaelischen Sprichwort an:

Wenn ein alter Hund anfängt zu sabbern, dann sabbert bald die ganze junge digitale Herde.

In Zeiten von selbst in Deutschland mehr oder minder schellem Internet ist dieses Bald auch eher kürzer als ungefähr.

Es hat ja genau einen Tag gedauert, eh die alten Hunde die Killerspielblutspur aufgenommen haben und es hat genau keine drei Sekunden gedauert, bis die digitalen Reflexe aus dem gut gedüngten Twitterboden sprießten.

Mal abgesehen davon, dass es als ‘Außenstehender’ schon putzig mit anzusehen ist, wie das eine (beispielhafte, blind aus der Timeline voll mit abertausenden anderen gezogene) Reflexrückenmark dem anderen Reflexrückenmark reflexartig vorwirft, doch zu viele Reflexe zu haben, so spüre ich doch den den reflexartigen Drang, mich zu fragen, ob dieser hinkende Vergleich nicht doch die Folge einer virtuellen Schussverletzung sein könnte.

Man kann ja aus Versehen schon mal auf den Mute-Knopf kommen und dann bleibt er ungehört.

Solltest du einer meiner maximal drei regelmäßigen Leser sein, so bist du es schon gewöhnt, dass ich mich permanent und mit vollem Anlauf unbeliebt mache. Solltest du dich aus einem Reflex heraus hier verirrt haben, so lasse dir gesagt sein, dass ich schon regelmäßig Tabletten für mein Email- und Internet Tourette nehme; nächste Woche probiere ich es mal mit Medikamenten dagegen.

Dies nur als Vorwarnung für das, was jetzt kommt:

Ich sehe einen Unterschied zwischen Miss Pacman, einem Fußballsimulator und Spielen, bei denen ich nichts anderes mache, als stundenlang Menschen, Tiere, Lebewesen, Gegenstände, WasAuchImmer, abzuknallen und das Blut von meinem Flachbildschirm nur so in 3D tropft.

Man ist, was man ißt. Man nimmt an, womit man sich umgibt. Man glaubt, was man sich sagt und denkt. Man denkt und glaubt, was man sich sagt; bzw. was man gesagt bekommt.

Die Chancen von einer Waffe erschossen zu werden oder sich damit selber zu erschießen steigen exponentiell, wenn nur eine Waffe in der Nähe ist; fragt mal die ganzen Tierärzte auf dem Land und nach ihrer Selbstmordrate.

Das sind übrigens alles ganz ‘normale’ Menschen in ihrer Mehrheit und nein, nicht alle erschießen sich gleich, nur weil sie Tierarzt sind oder gerade eine Waffe zur Hand haben. Für die, die es dann doch tun, wären die Überlebenschancen nur so gewaltig höher gewesen, sie hätten keine Kleinkaliberpistole in der Schublade gehabt.

Aber wenn ich die selbe reflexartige Logik anwende, dann hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. Dann darf das eine nichts mit dem anderen zu tun haben.

Was Gutes soll mir widerfahren, wenn ich den ganzen Tag mit Bier in der Hand am Büdchen stehe und über das Leben motze und mich von diesen negativen Energien umgebe und angezogen fühle und mir - wenn überhaupt - auch nur solche ‘Kumpels’ aussuche oder nur solche neben mir stehen, mit dem selben Bier in der Hand und der selben Leier?

Ach? Zu weit hergeholt und/oder an den Haaren herbei gezogen?

Dann erklärt mir mal bitte, warum jeder halbwegs gescheite Pädagoge, Sozialarbeiter oder Kinder- und Jugendpsychiater sich das ‘System’ anschaut und am ‘System’ ansetzt. Wer jetzt vor lauter Gezocke nur an PS4 oder Xbox denken kann, der schaue mal bitte kurz bei Wikipedia vorbei und nein, dies ist nicht einer dieser vielen passend zu einer demnächst auf den Markt kommenden neuen Droge geschriebener Artikel:

Systemische Sozialarbeit

Das einzig Gute an meiner Form des Tourette ist, es tritt nur bei Dingen in Erscheinungen, in denen ich über ein klein wenig mehr als Gefährliches Halbwissen verfüge und wie es der Zufall in meinem nicht gefälschten Lebenslauf nun einmal will, habe ich das sogar gelernt/studiert und in dem Feld länger gearbeitet, als die meisten von euch das Internet kennen.

Wer vor lauter Blut an seinem Bildschirm nichts lesen/entziffern konnte - es geht darum, dass man sich, um Kindern/Jugendlichen überhaupt nähern, anfangen sie ein klein wenig verstehen zu können, nicht einzelne Dinge/Situationen im Leben anschaut, sondern das ganze System, das ganze Umfeld.

Es gibt nämlich nicht eine bestimmet Ursache, ein bestimmtes Symptom und auch nicht einen einzigen, bestimmten Auslöser. Es liegt eine Systemstörung vor.

Das Spielen von ‘Killerspielen’ alleine macht noch keinen Amokläufer. Im System, als Ganzes betrachtet gehören sie aber dazu. Oft gehört es zum ‘Ganzheitlichen Ansatz’ auch, Dinge von Hinten aufzuziehen.

Ich weiß es nicht ganz genau und ich bin weder mit den Amokläufen der letzten Jahrzehnte besonders bewandert, noch hat eine Google Suche genügend an den Tag gefördert - aber ich würde gerne mal folgende Frage (ob nun von Hinten oder gar hinterhältig liegt im Auge des Beantworters) stellen:

Welcher der (ja, männlich, da sind die Statistiken eindeutig) sogenannten Amokläufer hat KEINE Killerspiel mehr oder minder exzessiv gespielt?

Man könnte es auch anders formulieren:

Welcher der sogenannten Amokläufer hat seine Gewaltphantasien vorher nicht virtuell versucht auszuleben?

Ich kann euch förmlich sabbern und geifern hören. Killerspiele sind nun einmal der Kantinen-Schweinebraten der Generation Touch-Screen. Wie ihr gleich alle (zum Glück nur/noch virtuell) Amok zu laufen anfangt, wenn auch nur irgend jemand andeutet, ihr könntet eventuell etwas weggenommen bekommen, worauf ihr nun einmal ein angeborenes Grundrecht habt.

Fleisch ist schädlich und für die eine Hälfte der Gleichung leider elendiglich tödlich. Und ja, auch das Ozonloch gibt es wirklich.

Ich bin so dreist und behaupte das gilt auch für so manches Spiel; wenn zum Glück auch nicht in der selben Größenordnung tödlich. Und ja, ich weiß, ich höre euch direkt schon wieder über die Zahlen und Ausnahmen und all die vielen angeblich normalen Menschen diskutieren und abwägen und verklären.

Aber wehe, jemand kippt euch Glyphosate ins Becks Gold und hat dann noch die Dreistigkeit über die Menge und Ungefährlichkeit zu diskutieren. Hätten diese ganzen gekauften Politiker doch einen Arsch und den Mut, die komplett zu verbieten und den Phosphor-Gockel gleich mit; schließlich haben wir ja ein verbrieftes Grundrecht auf drei mal Aufschnitt pro Tag ohne Herbizide.

Wehe diesen selben Politikern, wenn sie einen Arsch zeigen wollen, wenn es um etwas geht, worauf wir ja ein noch viel größeres Grundrecht haben.

Ist schon putzig, wie man gegen die NRA sein kann und pro Sierra.

Wie? Das ist ein unfairer Vergleich? Aus dem selben Mund, der Tot, Mord und Blut mit Fußball gleich stellt?

Wie sagt die NRA immer so schön? Irgend etwas von Menschen und nicht Waffen? Und was antworten wir dann immer, weil wir zum Glück noch ein wenig (nicht nur an uns selber) denken können?

Aber wehe, es geht um Dinge, die wir mögen und die die anderen nicht verstehen und uns wegnehmen wollen. Und nein, ich will euch nichts wegnehmen. Ich will nur, dass wir endlich mit dieser Doppelmoral aufhören und diesem Vorwerfen von Versagen, ohne vorher mal kurz inne und für drei Sekunden die eigenen Reflexe zurück gehalten zu haben.

Wir haben ein Problem. Punkt. Wir haben eine Systemstörung.

Ganz normale Menschen wählen zu Scharen AfD. Fast 50 Prozent aller normalen Menschen in Österreich haben einen Nazi/Rassisten gewählt. Die überwältigende Mehrheit aller Amokläufer der Neuzeit hat Killerspiele nicht nur mal aus Versehen und Langeweile gespielt.

Aber sich das als Ganzes anzuschauen ist ein Tabu; aus dem Mund von vermeintlich aufgeklärten, wissenden und ‘normalen’ Einwohnern des Neulands.

In keinem dieser Fälle helfen Reflexe und noch schnellere Gegenreflexe und schon gar nicht das allgemeine Unter-den-Teppich-Gekehre - allgemein auch unter Besitzstandswahrung bekannt.

Und nein, hier geht es nicht um einen Topf. Wenn du immer noch nicht verstanden hast, worum es mir geht, dann verlasse bitte umgehend die Seite, komme nie wieder und bleibe einfach in (d)einem Mustopf aus Ignoranz und Selbstgefälligkeit hocken.

Mein Tourette zwingt mich abschließend zu folgendem Satz:

Vielleicht sollten einige etwas weniger auf virtuelle Nasen schießen, sondern sich mal an die eigene packen …



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ENDLICH!

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Ach, was haben wir doch sehnlichst darauf gewartet, dass das Internet der Dinge nicht nur Scheiß hervorbringt. Und jetzt ist es endlich so weit! Ab sofort holt es den Scheiß ab …

pooperapp.com



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Michael, 41 - durch Journalismus selbst radikalisiert

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Ja, ich wiederhole mich und ja, es ist immer wieder die selbe Leier. Aber genau so wird man zum Axt-schwingenden Wahnsinnigen.

Ich habe es erst vorgestern behauptet und ich behaupte es heute gleich wieder:

Alles Übel diese Welt momentan wird vom Versagen einer bestimmten Gruppe Menschen nicht nur gefördert, sondern stellenweise sogar ausgelöst. Ja, das ist simpel, das ist plump und und nein, es ist nicht an den immer grauer werdenden Haaren herbeigezogen.

Das einhellige Versagen des Journalismus ist, was fast alle Katastrophen, Kriege, Präsidentschaftskandidaten und sonstigen Fehlleitungen der neueren bis gar nicht mal so neuen Zeit als kleinsten gemeinsamen Nenner haben.

Dass ein Trump, dass eine AfD und ja, auch ein Erdoğan erst so weit kommen konnten, liegt zum großen Teil an den versammelten, unfähigen und vor allem von diesen Katastrophen profitierenden Schreiberlingen dieser Welt.

Jüngste Beispiele gefällig?

17 jähriger radikalisiert sich alleine zu Hause

Künast Tweet

Und es würde mich keine drei Minuten kosten, hunderte solcher Beispiele nur alleine aus der letzten Woche zu bringen.

Die Aufgabe des Journalismus war es noch nie, Stimmung zu machen und auf Scheißestürme aufzuspringen.

In einer Zeit, in der es eh nur noch um gefühlte Unwahrheiten geht, ist das letzte, was eine unaufgeklärte Gesellschaft gebrauchen kann, vermeintlich aufgeklärte Schreiberlinge, die heiße Luft mit der eigenen dünnen Scheiße auch noch anfachen.

Aber genau das ist es, was wir leider (fast) nur noch bekommen!

Ich habe mehr als drei Minuten gesucht, ob irgendwo im unsäglichen Geschrei so eine Überschrift zu finden war:

Was muss alles in 17 Jahren vorgefallen war, dass ein ein Jugendlicher ausrastet und mit einer Axt auf andere Menschen losgeht?

Ja, ich weiß, Opfer Täter Verdrehung. Genau, wie bei der Künast. Wie kann man nur. Elendige Gutmenschen ohne Realitätsbezug, die sich einfach rausnehmen, erst einmal kurz innezuhalten, bevor sie die eigene (zum Glück in den meisten Fällen nur: gedankliche) Axt schwingen.

Elendige, naive Weltverbesserer, denen 12 Jahre deutsches Schulsystem immer noch nicht abtrainiert haben, dass es gefälligst nur eine Antwort zum Ankreuzen zu geben hat und dass die Stelle des Kreuzes vorgegeben ist.

Nein, diese gedanklichen Veganer wollen einfach nicht kapieren, dass wir ein Grundrecht auf Billigfleisch und Meinungsdiktatur haben.

Wer mit einem großen A Lügenpresse ruft, der darf auch nur das große B lesen.

Das Allerschlimmste daran ist ja, dass dieses geistigen Einkreuzmenschen damit ja auch noch recht haben – nur leider nicht so, wie sie sich das haben einbilden lassen.

Ich werde bei dem elendigen Gesamtzustand unserer Presse auch von Tag zu Tag wütender und es kann nicht mehr lange dauern, bis ich meine Axt packe und in die Tagungsräume bei Springer eindringe und mit selbiger dort wild um mich und auf die Tische haue.

Dann wird auch in der Zeitung stehen:

41-jahriger Menschenhasser hat sich alleine zu Hause radikalisiert

NEIN! HAT ER NICHT! ES WAR DIE WELT!

Für die, die diesen lausigen Wortwitz nicht verstanden haben, hier der Link zur Welt

Und jetzt stellt euch doch nur mal vor, was erst Krieg, Flucht, Bomben, Lügen und vor allem Angst, Angst und noch mal Angst aus einem machen können.

Und dann stellt euch noch mal Menschen vor, die auf so eine Frage nicht gleich mit einem Aber kommen, sondern selber kurz innehalten und verstehen, dass es immer zwei Seiten gibt und das zum Verbessern einer Situation Verständnis gehört und ein Nachfragen nichts mit Entschuldigung oder dem Umdrehen irgendwelcher vermeintlicher Rollen zu tun hat.

Und um da noch einen drauf zu setzen: Noch sind wir hier nicht in der Türkei. Noch gelten bei uns ein paar Gesetze und die gelten auch für Verbrecher, Mörder und für dich und für mich.

Und diese sagen (noch, kann, wenn es nach so vielen hier bei uns geht, allerdings nicht mehr lange dauern), dass eben selbst Axt-schwingende Menschen nicht einfach so erschossen werden dürfen und, dass es vielleicht im Sinne aller hier lebenden Axt-Besitzer ist, wenn man auch mal nach- und Dinge hinterfragt.

Ja, das Medium und den Zeitpunkt könnte man – auch wieder im Sinne aller – geschickter wählen, genau so, wie die Reaktionen darauf.

Aber hey, was weiß ich schon?

Ich konzentriere mich jetzt lieber mal wieder auf das Wetzen meiner eigenen Axt …



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