10 Years of Making Apps

PEGIDA - oder: Die praktische Einfachheit der Deppen

Es ist fast schon unglaublich. Aber fast ein jeder Artikel zu aktuellen Begebenheiten in Deutschland von mir fängt nahezu identisch, mit einem identischen Tenor an. Und dieser lautet wie folgt:

Egal worüber wir hier gerade diskutieren, streiten, den Kopf schütteln oder unseren Senf dazu geben müssen – es geht immer so grandios an den eigentlichen Gründen, an den eigentlichen Ursachen vorbei.

Diese Woche diskutieren wir (sofern man das so nennen kann) über PEGIDA. Der Witz – oder eher die Traurigkeit – bei der Sache fängt hier ja schon an. Es gibt so unglaublich viele, die ja nicht einmal Wissen, was der Name eigentlich bedeutet; oder besser: Wofür diese Abkürzung eigentlich steht.

Drum lassen wir uns den kurz noch mal auf der Zunge ranzig werden:

Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes

Und nein, der Rechtschreibfehler ist ausnahmsweise mal nicht von mir. Ich habe das so direkt von der offiziellen Webseite kopiert.

Kann mir bitte jemand mal kurz erklären, was unser europäisches Vaterland jetzt eigentlich genau ist?

Und mit diesen billigen Tritten sind wir (ich) dann auch direkt beim eigentlichen Problem angelangt. Häme, Spott und billige Tritte von uns Digitaler Bohème, auch bekannt als Twitter Nutzer mit drei bis 170 Followern.

Und dieses Mal stehen wir nicht mal alleine da. Ja, ich weiß, wir bilden uns immer ein, dass wir ja so viele sind und dass wir die Meinungshoheit mittels #Hashtags direkt gepachtet haben. Ich persönlich kann mich nur an keinen einzigen Fall erinnern, an dem wir es mal geschafft hätten, 15.000 Menschen auf die Straße zu bringen.

Nein, dieses Mal kommen die Tritte auch von der Analogen Bürgerlichkeit. Und damit wären wir dann noch viel mittendrinner.

Bürger, Bürgerlichkeit und Nadelstreifen.

Wenn wir hier in Deutschland etwas diskutieren, dann geschieht dies grundsätzlich nur mit Schlagworten und Schubladen; die machen die Sache nämlich so wunderbar einfach und abhakbar. Also vermeintlich.

Denn bei PEGIDA greifen sie einfach nicht. So gar nicht. Und schon haben wir ein Problem. Sobald wir uns keine Deutungshoheit mehr einbilden können, bleibt uns kollektiv nur noch der Reflex Hohn und Spott übrig; auch gemeinhin als gemeinsames Teppich Hochheben bekannt.

Wenn ich die Augen nur fest genug schließe, dann gibt es die Deppen einfach nicht. Ach, wenn es doch wirklich so einfach wäre.

Und genau dieses über Jahrzehnte antrainierte Verhalten ist Ursache und Wirkung in Einem. Man sollte doch meinen, dass wir nach dem Dritten Reich, nach Hoyerswerda und Co. so langsam mal dazu lernen.

Und nein, es geht dabei gar nicht um Nazis per se. Es geht erst einmal darum, wie wir mit verstörenden Dingen umgehen. Dingen, die angeblich nicht sein dürfen. Dingen, die angeblich nur ganz Wenige betreffen. Dingen, die wir nicht verstehen, die wir nicht einordnen können.

Denn es kann ja angeblich nicht sein, dass wir alle kollektiv an der Entstehung von PEGIDA mit Schuld sein könnten. Was gehen uns diese komischen Deppen mit ihren komischen Ängsten an. Und vor allem: Warum machen die etwas, was wir, wenn es denn drauf ankommt, so gar nicht hinbekommen. Warum gehen die auf die Straße und fordern dann auch noch Dinge, die stellenweise sogar Sinn machen?

Was nicht sein kann, dass gibt es auch nicht in diesem Land. Wir sind das Apple Europas: We’re holding it wrong.

Es kann nicht sein, dass wir hier jahrzehntelang große Gruppen an Menschen immer weiter im Stich lassen, immer weiter ausquetschen und sich alleine überlassen. Es kann nicht sein, dass wir hier jahrzehntelang institutionalisiert wegschauen, wenn ‘rechte’ Tendenzen aufkeimen. Es kann nicht sein, dass wir hier die permanent gängeln und überwachen, die noch die Courage haben, gegen diese Tendenzen ein Zeichen setzen zu wollen. Es kann nicht sein, dass wir die perfektionierte Gehirnwäsche in der Bertelmannschen Freiluftversuchsanstalt schlucken, wie die Klinikpackungen an blauen Pillen.

Und dann kann es schon gar nicht sein, dass sich da im Sumpf dieser fast 90 Millionen Affen ein paar zusammentun und gegen diesen Irrsinn aufrebellieren.

Und die Konsequenz darauf kann nur sein, dass man die Art des Rebellierens direkt im Keim mit Hohn und Spott ersticken muss.

Ja, ich weiß. Fakten, Fakten, Fakten. Jetzt auf einmal sollen sie zählen. Jetzt auf einmal zählt die vorgebliche (vergebliche?) Wahrheit. Wir haben jahrzehntelang wahrheitsresistente ZDF-Fernsehgarten-Zuschauer und CDU-Wähler herangezüchtet und wenn die sich dann – oh Wunder – dementsprechend verhalten und aufführen, dann ist das Geschrei groß.

Wir haben jahrzehntelang die Urängste bedient und gefüttert und wenn diese dann ihre nackte, hässliche Fratze zeigen, dann will es keiner von uns gewesen sein; schon gar nicht wir ach so toleranten digitalen Ureinwohner mit iPhone. Wir sind so tolerant, dass alle Menschen, die nicht unserem, auf unsere Bildschirme begrenzten, Weltbild entsprechen, nur Nazis sein können, sein müssen.

Bitte wer von uns hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten tatsächlich aktiv – und damit meine ich garantiert nicht die Anzahl der Retweets – etwas dagegen unternommen, dass sich die zurück gelassen und geblieben Menschen in unserer Mitte nicht in traurigen, trüben bis braunen Tümpeln ansammeln müssen?

Also ich habe genau gar nichts getan.

Wortansammlungen im Internet absondern hilft niemandem. Meine Probleme kreisen um zu langsame Upload Geschwindigkeiten, Bugs in einem unnötigen Betriebssystem eines unnötigen mobilen Telefons, wo ich am billigsten meine wöchentlich gewaschene und gewachste Autos betanken kann und ob das Bio aus der LPG auch wirklich Bio ist.

Und ihr so?

Aber, aber, aber, die kann man doch nicht ernst nehmen, das sind doch alles Deppen und latente Nazis …

Und damit wären wir dann wieder am Anfang. Teppich hoch gehoben und mit viel Hohn und Spott das, was nicht sein kann und darf ganz schnell drunter gekehrt.

Wieder nichts gelernt für Morgen. Willkommen in der Mitte Deutschlands. Erst die AfD, jetzt PEGIDA und was kommt morgen?

Wie ich uns kenne, nur ein noch größerer Teppich …

Aktualisierungen für Umsatz Pro, Standard und Mini erhältlich

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Auch wenn es vorweihnachtlich ruhig hier war, ich habe nicht nur mit dem Ollerum kuschelnd auf dem Sofa gelegen. Ich habe an Jobs gearbeitet und Umsatz verbessert.

So wird beim Ausdruck des Kassenbuchs jetzt (wieder) der Bestand pro Vorfall angezeigt, auch wenn man zwischendurch Löschungen vorgenommen hat. Des Weiteren habe ich unter der Haube aufgeräumt und kleinere Fehler behoben …

Umsatz Webseite
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Sehr schlau, Apple!

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Das ist dann wie mit den Tabak- und Alkoholkonzernen. Bei den einen muss immer Nachwuchs her, weil die bisherige Kundschaft elendig verreckt und bei Apple muss dringend Nachschub her, da die bisherigen Entwickler im App Store elendig verhungern.

Da bin ich ja mal gespannt, wann Apple die erste Anti-Developer-Werbekampagne entwickeln und sponsern lässt, damit noch mehr Deppen drauf reinfallen.

Also, liebe Kinder, hört nicht auf Apple, hört auf den Onkel Michael: Ja, lernt alle Coden. Und dann bitte, bitte und zu eurem eigenen Schutz, geht mit euren Apps ja nicht in den App Store. Macht etwas Eigenes. Ihr braucht Apple nicht. Und nein, rauchen muss auch nicht unbedingt sein. Und wenn, dann nur, damit das mit dem Grass besser klappt …

Der Lesebefehl für heute

Die Stürme des 20. Jahrhunderts tobten bedauerlicherweise bevorzugt – zumindest mein Großvater sah das so – am Esstisch meiner Großeltern.

Ad Astras

Falsch - Richtig

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Aktualisierung für Write 2 erhältlich

Ich habe soeben die neuste Version von Write 2 auf meinen Server geladen und an Apple zur Review übermittelt. Diese Version behebt einen Fehler unter 10.10 wenn Word und OpenOffice Dokumente unter Yosemite (10.10) nicht öffnen oder ewig lange brauchen …

Write Webseite
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Der Lacher des Tages

Der BND begründet seinen Wunsch nach hunderten Millionen unter anderem damit, dass er etwas gegen die Gesichtserkennung tun kann. Die ist schließlich böse und enttarnt Menschen; somit auch eigene Agenten.

Darüber muss ich mir momentan so gar keine Gedanken machen. Liege immer noch lachend mit Kopp nach unten auf dem Boden …

Die geheime Überwachungswunschliste des BND

Im Vakuum gezüchtete männliche Arschlöcher

Bevor ich mich mal wieder komplett unbeliebt mache, nur kurz vorneweg:

Ein Idiot ist ein Idiot ist ein Idiot und bleibt vermutlich auch immer ein Idiot. Ein Arschloch ist ein Arschloch ist ein Arschloch und bleibt vermutlich auch immer eines.

Nur entstehen Idioten, Arschlöcher und deren Kombination eben nicht in einem Vakuum. Oder etwa doch?

Momentan ist ja nicht nur Twitter voll mit allem Gamergate, Julien Blanc und sonstigen Volldeppen. Dazu gibt es dann noch ein paar mehr als anschauliche Videos, wie das so ist, wenn man als Frau durch die Gegend läuft.

Jetzt mischen auch die Mainstreammedien mit und wie immer, wer hätte es gedacht, geht das meistens am Eigentlichen vorbei.

Also, um genauer zu sein: Es geht mir an meinem ‘Eigentlichen’ vorbei; der Frage nach den Hintergründen und somit nach dem Warum.

Der Frage nach dem Wo, wo diese ganzen Volldeppen den herkommen. Denn anscheinend werden die ja auch nicht weniger und vor allem scheint es die ja in Ecken zu geben, in denen man sie ja eher nicht vermutet hat; in der überwiegend weißen Mittelschicht, um das mal ganz stark zu vereinfachen.

Diese Volldeppen mit Internetanschluss sind in Ländern zu finden, in denen es schon seit ein paar Jahrzehnten Gleichberechtigung, zumindest auf dem Papier, gibt. In Ländern, in denen Frauen für ihre Rechte auf die Straßen gegangen sind. In Ländern, in denen Männer, zumindest in der Werbung, kochen, den Abwasch machen und auch schon einmal eine Windel gewechselt haben.

Wie das nun so ist, mit Dingen, die – anscheinend – im Internet ihren Anfangen nehmen und dort auch überkochen, da kann man die als Randphänomen abtun. Da reagieren sich ein paar Deppen ab, über die man ohne Internet nie etwas hören müsste. Das sind ein paar wenige, die muss man nicht ernst nehmen.

Darin sind wir gut. Teppich hochgehoben und ganz schnell gekehrt.

Ich mache das selten – aber ab und an gehe sogar ich aus dem Internet raus und wenn man dann in der ‘realen’ Welt mal nachfragt, dann sind das nicht nur ein paar 14-jährige Deppen. Jede, der wenigen weiblichen Entwicklerinnen, die ich kenne, kann euch ein Lied davon singen, wie dumm sie permanent von ihren männlichen Kollegen angemacht wird.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie das ist, wenn man man bestimmte Gegenden in der Stadt einfach meiden muss, wenn man nicht alle naselang dumm von der Seite angemacht werden will. Wobei das dann doch schon eher seltener bartragende Hipster in komischen Hosen sind, um mal bei den Stereotypen zu bleiben.

Beiden Dingen, auch Belästigungen genannt, ist aber eines gemein: Da stimmt etwas nicht mit dem Frauenbild. Da ist sich nicht nur Twitter, da sind sich auch die Massenmedien mal einig.

Aber da hört es dann auch immer schon wieder auf. Weder in werbefinanzierte Massenmedien, noch in 140 Zeichen passen Nachfragen und Hintergründe.

Und erst recht bekommt man ein Problem, wenn diese Annahme vielleicht gar nicht richtig ist.

Was, wenn das Problem gar nicht das Frauenbild ist? Was, wenn es da ein viel größeres Problem gibt?

Was, wenn es das eigene Bild ist, das nicht stimmt? Was, wenn es also das Männerbild ist, das schief hängt?

Ja, ich weiß. Aber genau das ist auch noch so ein Problem. Es ging hier nicht um Entschuldigungen oder Ausreden. Ich habe eine Frage gestellt; mehr nicht.

Auch gibt es einen Unterschied zwischen einer – möglichen – Erklärung und einer Entschuldigung oder Ausrede.

Aber – und damit wen wir wieder direkt beim Anfang – die Frage ist und bleibt doch: Wo kommen diese ganzen Volldeppen her, diese Volldeppen, die es doch eigentlich gar nicht mehr geben dürfte? Vor allem handelt es sich dabei nicht nur um diese täglichen doofen Bemerkungen oder das unschöne Sabbern beim Anblick eines tollen Arsches.

Was momentan verstärkt zum Vorschein kommt – was mir in dieser Stärke, wohl behütet und ignorant, wie ich lebe, nicht bewusst war – geht weit über mangelnde Kinderstube oder untergefickt hinaus.

Was da, diese öffentlichen Aufrufe zu Vergewaltigung und Mord mal besser ganz außer Acht lassend, stellenweise in nicht geringen Mengen zum Vorschein kommt, ist schon erschreckend; um es mal Vorsichtig auszudrücken.

Wo entsteht so eine Einstellung, so es denn überhaupt eine Einstellung ist?

Angeblich entsteht ja nichts in einem Vakuum. Worin sind dann nur all diese Idioten bis Arschlöcher entstanden?

Um sie herum gab es Bildung, Wohlstand, arbeitende Mütter, Werbung mit abwaschenden Männern und Bus fahrenden Frauen.

Um sie herum gab es Mütter, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen.

Und dennoch wurden aus diesen überwiegend weißen Jungs in eher besseren Verhältnissen, in erschreckend großer Zahl, zum Teil riesige Volldeppen, die sich so verdammt schwer damit tun, dass es tatsächlich Frauen gibt, die gerne vor dem Computer hocken und in IT Firmen eben nicht nur für den Support und das Marketing zuständig sind.

Nein, die begleiten nicht ihre Freunde zu Entwicklerkonforenz, die haben sich auch nicht verlaufen. Nein, die halten dir gleich einen Vortrag, für den du ordentlich Geld bezahlt hast. Und auf der Fahrt zu der Konferenz hast du vielleicht sogar ein Spiel gespielt, an dem sie mitgearbeitet haben.

Abends, auf dem Weg zur Party, werden sie, wenn sie Pech haben und an den falschen Stellen vorbei laufen, allerdings genau so dumm von der Seite angemacht, wie die Friseuse deiner feuchten Träume sonst auch immer.

Deppen und Arschlöcher hat es schon immer gegeben und wird es ich immer geben und da werden auch alle Mütter, Erzieherinnen, Lehrerinnen, alle Frauen dieser Welt nichts dran ändern.

Aber was ist mit diesen vielen anderen Teilzeitdeppen und Selektivarschlöchern?

Jenen, die aus ‘gutem’ Haus kommen, sich im Supermarkt an der Kasse benehmen können und sich abends Videos anschauen, wie man Frauen am besten gegen ihren Willen abschleppt.

Was ist bei denen bloß schief gelaufen?

Augenscheinlich nicht im Vakuum aufgewachsen, eine ‘Bildung’ genossen und genügend Frauen um sich herum gehabt und dennoch versagen sie dann, wenn es drauf ankommt, in einem der entscheidendsten Punkte, die unser Zusammenleben ausmachen; der Interaktion mit dem anderen Geschlecht, im Umgang mit Frauen.

Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem unbequemen Fenster und behaupte ganz dreist, dass diese Deppen bis Arschlöcher sehr wohl in einem Vakuum herangezüchtet werden. In einem von uns allen geschaffenem Vakuum und wir alle lassen sie dort drin aufwachsen.

Und ja, somit auch von euch Frauen.

Luft holen, nicht gleich der Emma schreiben und kurz innehalten. Danke.

Nochmal: Es geht nicht darum, irgendwelche Volldeppen in Schutz zu nehmen. Es geht nicht darum, Arschlochverhalten zu rechtfertigen und nein, auch wenn es sich vielleicht so anhören mag: Es geht nicht um Schuld.

Es geht um Verständnis. Und damit sind wir direkt beim Kern der Sache angekommen, zumindest sehe ich dies so.

Erst, wenn ich etwas verstehe, kann ich etwas tun. Erst, wenn ich verstehe, was ich tue, kann ich mein Verhalten ändern. Erst, wenn ich verstehe, was mein Gegenüber eigentlich von mir will, kann ich darauf reagieren. Erst, wenn ich mich ernst genommen fühle, kann ich mein Gegenüber verstehen. Und meinem Gegenüber geht dies genau so.

All diese Dinge sind eigentlich Selbstverständlichkeiten und sollten vorausgesetzt werden, so fundamental nötig sind sie.

Und wie wir alle wissen, ist dem leider nicht so. Wie war das noch mal mit dem Teppich hocheben?

Vor allem sind diese fundamentalen Dinge ja auch erst einmal vollkommen unabhängig davon, welches Geschlecht mein Gegenüber hat.

Aber sie werden noch so unendlich viel wichtiger, wenn es um unser Balzverhalten geht.

Und das trifft leider so oft auf so dermaßen großes Unverständnis und Unwissen; zum Leidwesen von uns Jungs bis Männern ist das nur nicht wirklich gerecht verteilt.

Ja, es ist ein Klischee und es ist es doch zu Recht: Wir wissen schlicht und einfach die allermeiste Zeit nicht, was ihr von uns wollt; gerade beim Heranwachsen.

Mal ist es richtig, mal ist es falsch, mal muss es dazwischen sein und oft ist es falsch, es sei denn, es macht der Richtige.

Ja danke auch!

Im Ernst: Natürlich sind wir nicht alle komplette Geisterfahrer und natürlich sind wir auch praktisch bildbar und nein, es geht hier immer noch nicht (und nur um das auch vorwegzunehmen, es wird es auch nie) um faule Ausreden oder Entschuldigungen für Fehlverhalten.

Ich kann nichts dazu sagen, wie das ist als Mädel und später als Frau mit uns Deppen aufzuwachsen. Ich kann nur etwas – und das dann auch noch komplett einseitig – dazu sagen, wie das ist, mit euch aufzuwachsen und mit euch zu leben und selbst als halbwegs gebildeter, halbwegs sensibler Schwanzträger auch heute noch täglich vor dem Wunder Frau zu stehen.

Und so schwer mir auch diese Worte über die Tastatur kommen:

Wir müssen reden! Wir haben Nachholbedarf!

Wir wachsen nämlich auch heute noch sehr wohl in einem Vakuum auf; zumindest in einem Teilvakuum voller Rätsel. Dies alleine macht uns natürlich nicht zu Volldeppen und Widerlingen. Es trägt aber dazu bei.

Ja! Tut es!

Mir geht es nur gar nicht um diese kompletten Vollhonks. Petz’ mal einem Ochs ins Horn, wie eine ehemalige Chefin von mir immer zu sagen pflegte.

Mir geht es um den Rest. Mir geht es um Morgen und die Jungs, die auch heute noch, jetzt in diesem Augenblick, im Vakuum aufwachsen.

Die, die von Müttern, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen umgeben aufwachsen und aus denen trotzdem wieder Arschlöcher werden können.

Und dann gibt es da noch die ganz vielen, die sich im Umgang mit euch nicht zum kompletten Volldeppen machen – aber dennoch nicht wirklich immer wissen, woran sie eigentlich sind.

Wäre es nicht schön, wir alle hätten mehr Verständnis, mehr Wissen?

Was hätte ich schon vor Jahrzehnten die besseren Beziehungen haben können, wenn ich damals schon gewusst hätte, was ich mir über Jahrzehnte zusammenreimen musste und was ich mühsam von euch lernen konnte und durfte.

Und ja, das zählt natürlich auch für den Sex. Und nein, ich meine damit nicht nur Beziehungen-Beziehungen mit Zahnbürste und Haaren im Abfluss. Ich meine damit alles. Von Freundschaften bis hin zu Arbeitsdingen. Von Chefin, Kolleginnen bis Praktikantinnen und dem nächsten Flirt.

Und was wäre das so toll, wenn ich heute schon wüsste, was ich noch so alles die nächsten Jahrzehnte über und von euch lernen muss und darf.

Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wäre das nicht toll, wenn ihr nicht permanent den Kopf über uns schütteln müsstet? Wenn ihr euch häufiger verstanden fühlen und wissen könntet, weil euch tatsächlich mal ein Mann versteht?

Plump, flach, stereotypisch und all die anderen Dinge, ich weiß. Und dennoch so dermaßen nah dran und so wahr, dass es fast schon weh tut.

Wenn ich mit zwölf im Freibad vom 10-Meter-Turm direkt vor euch ins Wasser platsche und euch ganz nass mache, dann quietscht ihr und spielt die Entrüsteten; setzt euch aber immer wieder dahin.

Ein paar Jahre später ist so ein Verhalten dann auf einmal falsch. Es sei denn, ich habe das passende Aussehen oder Konto.

Und nein, so schnell werden wir nicht erwachsen. Und ja, dies ist ein äußerst flaches Beispiel. Aber so wunderbar übertragbar.

Und ja, ich weiß. Dünnes Eis. Aber genau auf dem läuft Mann so oft. Und zu oft ohne jemanden an der Hand. Ich bin aufgewachsen, ohne mit jemanden über solche Dinge reden zu können. Wir tun uns heute noch so verdammt schwer damit.

Aber wir müssen es können. Das haben wir verstanden. Das wird von uns erwartet. Und zuhören. Und machen. Und dann wieder nicht machen und dann die Situation erkennen, wann was richtig ist und wann was falsch ist.

Und das in einem Umfeld, in dem das mit der Gleichberechtigung noch jung ist, die Frauen immer noch zum größten Teil in Frauenberufen arbeiten, viel weniger verdienen und selbst wenn die Kindergärtnerin sagt, dass Jungs das dürfen, die Reaktion deines Umfelds auf dein Weinen eine ganze andere ist. Nur, um mal weiter bei den plumpen und dennoch so zutreffenden Beispielen zu bleiben.

Wo sollen denn die Feinheiten, die nicht so plumpen Dinge herkommen, wenn die einfachsten schon so verwirrend sind. Vermutlich genau so verwirrend, wie diese ganzen Widersprüche, mit denen ihr auch immer noch aufwachsen müsst.

Es mag naiv sein, es mag nicht immer zutreffend sein – aber ich unterstelle einfach mal, dass es einfacher ist, wenn man jemanden hat, mit dem man darüber reden kann. Das habt ihr uns leider immer noch viel zu häufig voraus.

Auch heutzutage und gerade in unserer ach so aufgeklärten, westlichen und eher einfarbigen Welt, da ist so oft immer noch niemand da, mit dem man als Junge und auch als Mann über solche Dinge reden kann.

Wie viele Alleinerziehende Mütter gibt es? Wie viele männliche Wesen gibt es in Kindergärten und Grundschulen wirklich, auch wenn es ein klein wenig besser geworden ist?

Und auch wenn man es nicht laut sagen sollte und ich mir das jetzt als ehemalige Kindergärtnerin einfach herausnehme, diese wenigen Männer sind wichtig – aber nicht wirklich der representative Männerquerschnitt.

Es hilft mir auch nicht, wenn mein Kindergärtner etwas zu mir sagt und meine Umwelt mir ganz deutlich zu verstehen gibt, dass da was nicht dran stimmen kann.

Ja, ich rede von Vorbildern und Rollenverständnis. Ich bin immer noch bei den ganz flachen und grundlegenden Dingen und ich werde auch bei denen bleiben.

Weil es an genau diesen Dingen liegt, auch wenn wir da gerne allesamt den Teppich hochheben und kehren, was das Zeug hält.

Und diese Dinge summieren sich. Ich hatte das Glück, zu den richtigen Zeitpunkten, tolle Mädels und tolle Frauen um mich herum zu haben, die nicht nur Verständnis mir gegenüber aufgebracht haben, sondern mir auch geholfen haben, selber zu verstehen.

Und nein, dies ist keine Selbstverständlichkeit und nein, nicht jeder hat das Glück. Wenn ich so um mich schaue, dann sind das immer noch viel zu wenige auf beiden Seiten.

Heute, auf dem Papier und im Vorstellungsgespräch, der Öffentlichkeit, da kann ich so tun, als ob ich wüsste, was einem Mann ausmacht und was sein Rollenverständnis sein sollte. Ich weiß, was von mir angeblich verlangt und erwartet wird. Nur hat das auch heute noch nicht wirklich etwas mit dem zu tun, was ich fühle, was ich oft will und vor allem nichts mit dem zu tun, was wir an Widersprüchen permanent an den Kopf und vor allem an unser Innerstes geklatscht bekommen.

Heute kann ich da drüber reden, egal ob mit Mann oder mit Frau. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich nicht doch immer wieder überfordert bin oder eine klare Definition von dem hätte, was ich da tue.

Natürlich rede ich, zum Glück, nicht für alle – aber wir wachsen oft immer noch ziemlich alleine gelassen auf und müssen selber herausfinden, wie das so funktioniert mit den Mädels und Frauen.

Wenn ich versuche mir vorzustellen, was aus mir geworden wäre, wenn da noch weniger Menschen gewesen wären, die einem an die Hand nehmen und den Weg weisen, dann ist Volldepp gar nicht mal so weit weg.

Ja, ich will alles ficken, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Hey, ich klettere auch auf alle die Bäume, keine Frage. Im Alter lässt das etwas nach und der Sand wird etwas feiner – aber das, was das auslöst und antreibt, das ist und bleibt da.

Bring das mal in einem Vakuum unter einen Hut mit all den Erwartungen, Widersprüchen, der Doppelmoral und den vielen erhobenen Zeigefingern.

Zu plump? Wirklich?

Was würde ich dafür geben, wenn ich heute noch mal mein Gesicht von dem Augenblick sehen könnte, in dem ich endlich kapiert habe, dass ihr (Mädels/Frauen) nicht wirklich anders seid. Also bei den Bedürfnissen. Nur beim Umgang damit unterscheiden wir uns dann doch ab und an bis gewaltig; halt weniger plump.

Ein lecker Törtchen ist ein lecker Törtchen ist ein lecker Törtchen …

Diese Unterschiede muss man aber erst einmal erkennen und verstehen, die muss man erst einmal beigebracht bekommen.

Das geht nicht in einem Vakuum. Und geschieht dies nur zur Ungenüge, dann winkt da schon der Volldepp in der Ferne und wenn da noch so ein paar andere Umstände nicht stimmen, dann ist es bis zum Arschloch auch nicht mehr wirklich weit.

Und dann passiert etwas, was so dermaßen logisch ist und dennoch immer wieder übersehen wird. Das ist wie mit den Trollen: Mit Abstand verstehen wir das und fallen dennoch immer wieder auf die Schnauze, wenn wir mittendrin stecken.

Wenn ich schon ein halber Volldepp bin und nur deppige Wege kenne, etwas gegen meine Unterfickung zu tun – was für Typen an Frauen werde ich denn dann abbekommen? Und was lerne ich daraus?

Da ist das 10-Meter-Turm-Springen in weniger putzig bis unbefriedigend und traurig; oder gar gefährlich.

Und wir – also ich, mit euch – reden immer noch nur über die simples bis plumpen Dinge. Zum richtigen Trauerspiel wird das dann, wenn wir gegenseitiges Verständnis bei viel, viel sensibleren Themen, wie Vertrauen, Bindung, Beziehung und dergleichen, aufbringen müssen, ohne es jemals wirklich gelernt zu haben.

Das kann doch nicht gut gehen.

Nochmal, weil es so immens wichtig ist: Es geht nicht um Schuld oder Ausreden. Es geht um die Frage, warum es immer noch so dermaßen viele Jungs und Männer gibt, die im Umgang mit Mädels und Frauen so dermaßen versagen.

Meiner Meinung nach ist ein nicht unwesentlicher Grund, dass wir damit immer noch viel zu alleine gelassen werden und die Widersprüche immer noch viel zu groß sind, sie ja sogar noch immer weiter und immer schneller wachsen.

Wir mussten uns, damals ™, unsere Pornos und VHS Kassetten noch zusammenklauen und zusammenfinden und heute tummeln sich die Mädels und Frauen, die ihre Brüste, Hüften und Ärsche als Avatar zur Schau tragen nur so in meiner Timeline und vor lauter Videos komme ich gar nicht mehr zum Arbeiten.

Aber ich muss unterscheiden können, dass es vollkommen OK ist, dass ich all diese Titten und Ärsche ins Gesicht gestreckt bekomme, dass es vollkommen OK ist, wenn diese Mädels und Frauen vom Ficken und Blasen tweeten – ich ihnen aber nicht hinterher pfeifen oder ihnen Komplimente zu Ihrem Arsch machen darf.

Es sei denn …

Es sei denn was? Wie und von wem lerne ich denn diese feinen Unterschiede? Mit wem unterhalte ich mich darüber, wenn ich in dem Alter bin, in dem ich mir noch dreißig mal am Tag einen runter holen muss – oder kann; schließlich ist ja immer alles eine Frage des Blickwinkels.

Wir müssen immer mehr und noch mehr und wer ist da, uns das Mehr beizubringen? Gibt es da überhaupt irgendwelche geeigneten Vorbilder, die dem stetig wachsenden Anforderungskatalog gerecht werden können? Und die ganzen alten Erwartungen sind dennoch immer noch da, lauern über unseren Schultern und schauen uns kritisch an, wenn wir versuchen, dem vermeintlichen neuen Bild vom Mann gerecht zu werden. Und mehr Sex beschert es uns dann leider allzuoft trotzdem nicht.

Ja danke auch!

Humor, Baby! Eigenironie und nicht immer alles so bierernst nehmen. Hilft! Doch, wirklich!

Muss man aber auch erst einmal lernen. Und das lernt sich immer noch am Besten zusammen. Doch, wirklich!

Denn genau dieses Zusammen ist das eigentliche Problem. Und die Lösung; wie immer. Auch wenn es oft nicht so aussieht, eigentlich wollen wir das Selbe. Nur unsere Wege dahin könnten oft unterschiedlicher nicht sein. Ist schon erstaunlich, wie oft wir uns auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel so dermaßen oft die eigenen Steine und Beine in den Weg schmeißen und stellen.

Weil wir nicht miteinander reden. Und damit meine ich nicht Monologe, die sich als Dialoge verkleiden. Ich meine wirkliches Reden; Reden nach Tacheles. Man muss die Dinge aussprechen, man muss die Dinge beim Namen nennen. Frau auch.

Zum Beispiel darüber, dass es eben nicht Alles jederzeit und sofort gibt, auch wenn uns permanent das Gegenteil suggeriert wird. Aber auch darüber, dass, wenn man nur aufhört den anderen permanent ihren Sex und ihre Beziehungen zu neiden und sich stattdessen darauf konzentriert, den Sex und die Beziehungen zu bekommen, die man verdient hat und die man will, man allen Beteiligten einen so verdammt riesengroßen Gefallen tut.

Und wir müssen auch darüber reden, wie schlimm es ist, wenn Männer erst im mehr oder minder hohen Alter mühsam erlernen müssen, sich über so wichtige Dinge auch gescheit austauschen zu können. Das zu können, würde die Oberdeppen- und Arschlochrate so dermaßen verringern, es wäre traumhaft für euch Mädels.

Und wo wir, schließlich hocken wir zusammen in diesem Schlamassel, gerade dabei sind: Man kann die vielen Frösche dieser Welt auch etwas netter abblitzen lassen. Die Chance, dass diese gleich ganz anders auf die nächste Frau zugehen, ist so unglaublich hoch, dass es sich wirklich lohnt. Doch echt! Ich Frosch weiß, wovon ich rede.

Und der allergrößte Vorteil davon, ein paar mehr Männer mit ‘Frauenverständnis’ in der der Welt zu haben, ist auch wieder so dermaßen simpel und logisch, dass wir ihn auch jeden Tag aufs Neue übersehen: Es wird enger für die Volldeppen und Arschlöcher dieser Welt.

Es ist nicht mit einem verpuffendem #Aufschrei getan. Wir sind jetzt lange genug mit unseren stetig wachsenden Anforderungen und der immer lauter werdenden Kritik alleine gelassen worden. Die kann noch so berechtigt sein, es wird sich nicht viel ändern, wenn wir da weiter zuhauf in unserem Vakuum hocken gelassen werden.

Es ist nicht schön dort. Es macht auf Dauer keinen Spaß. Es macht einsam und permanentes Rätselraten stumpft ab und fördert die falschen Verhaltensweisen. Und dennoch tun wir uns und unseren Kindern das immer noch tagtäglich an.

Von den ewigen Deppen und Arschlöchern und Volldeppen mal abgesehen, die allermeisten wollen wachsen, wollen lernen und wollen sich in ihrer Haut wohl fühlen; völlig unabhängig von Geschlecht und Herkunft.

Und es ist unglaublich, was für tollen Sex und was für tolle Beziehungen und Freundschaften man haben kann, wenn man sich nur ab und an gegenseitig daran erinnert …

Das Haben Wollen des Tages oder gar Monats

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★☆☆☆☆ für die undankbaren Volldeppen dieser Welt

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Mein erster GameBoy hat mich, lang’ ist’s her, 169,– DM gekostet und kam gebündelt mit Tetris. Ich habe mir nie ein anders Spiel gekauft, da ich einfach zu doof zum Spielen bin. Gekostet haben die damals zwischen 49,– und 99,– DM.

Kam ein zweiter Teil von so einem Spiel raus, dann waren da wieder 49,– bis 99,– DM fällig.

Ja, es ist jetzt ein paar Jahre später und die Welt hat sich ein paar mal gedreht.

Eine PlayStation 4 kostet um die 400,– Euro und passende Spiele zwischen 49,– und 79,– Euro.

Dann gibt es da noch das iPhone. Das kostet zwischen 600,– und 900,– Euro und Spiele gibt es zwischen 0,00,– und 14,99,– Euro; wobei der Durchschnittspreis bei unter zwei Euro liegt.

Und wenn dann eine kleine Firma monatelang ein einem ‘Nachfolger’ bastelt und dafür noch mal weniger als zwei Euro haben möchte, dann kotzen sich die undankbaren Volldeppen mit ihrem neusten iPhone für 700 Euro aus und plärren was von Abzocke.

Ja, ich bin alt. Ja, ich war als Kind im Wald und im Schallplattenladen – aber es kann doch nicht angehen, dass die paar Jahre Digitalisierung so dermaßen bescheuerte, egoistische Kotzbrocken in diesem Ausmaß hervorbringen?

Da muss doch noch etwas anders gewaltiges schief gegangen sein?

Haben wir den Bezug zu Dingen, zu unserer Umgebung und zu dem Wert von Arbeit schon so dermaßen verloren, dass wir nicht mehr den kleinsten Funken Verstand dafür aufbringen können, was unsere Mitmenschen alles tun müssen, damit wir auf unsern iPhönern vor uns hindaddeln können, in unseren 9 Euro Jeans und den 200 Euro Turnschuhen?

Für zwei Euro kommt man gerade noch drei Stationen weit oder kann innerorts zwanzig Minuten parken. Aber bei drei vier Stunden Spielvergnügen hört es auf, da ist es dann die pure Abzockerei.

Ihr habt den Schuss nicht mehr gehört! Ihr gehört nicht von morgens bis abends ausgelacht, euch gehört ein 1-Euro-Job an den Hals gewünscht, wenn das nicht so dermaßen ungerecht gegenüber all den armen Menschen in solchen Jobs wären, die den Wert von Arbeit und zwei Euro in der Regel noch sehr genau zu schätzen wissen.

Euch sollte euer 700 Euro iPhone in der Hand explodieren, beim Abgeben einer solchen Bewertung. Genau so, wie man euch mit 130 Dezibel die Todesschreie der Schweine vorspielen müsste, die sich in eurem 99 Cent Gehacktem befinden.

Da ist es mit Fremdschämen nicht mehr getan, da muss ich fremdkotzen. Genau wie die armen türkischen Jungs, die eure 9 Euro Jeans ohne Schutz sandstrahlen …

Getötet und Wiederbelebt - oder Jobs and Clients, von vorne

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Ihr erinnert euch? Ich habe mal schon vor einer ganzen Weile an einem Programm Jobs gesessen? Das Programm mit dem tollsten Icon, das jemals ein Programm von mir spendiert bekommen hatte?

Tja, und dann kam Apple mit 10.10 und ich musste erst einmal Monate lang alle anderen Programme, wie Umsatz, auf Vordermann bringen. Und das Icon in die Tonne kloppen.

Was ihr nicht wisst, ist dass ich schon drei Versionen von Jobs davor auch in die Tonne gekloppt hatte. Und letzte Woche war es die vierte.

Manchmal ist das so. Die erste Version von Umsatz hat zwei Jahre und fünf Anläufe verschluckt. Dies natürlich nicht an einem Stück, sonst wäre der Ollerum schon verhungert.

Dieses Vorgehen hat sich bei Umsatz aber bis heute bewährt. Denn ich kenne mindestens 10.000 Dinge, die nicht funktionieren. Und ich weiß, wie das so ist, wenn man Software auf Kunden loslässt.

So ist das momentan auch mit Jobs. Denn aus Jobs wurde mittlerweile Jobs und Clients. Und ich kenne jetzt auch schon locker 5.000 Ansätze, wie es nicht funktioniert und wie es nicht zukunftssicher sein kann.

Bei so einem Programm, in dem man versuchen muss, jedem komischen Menschen mit seinen komischen Eigenheiten und vor allem seinem Unwissen und seinem Wunsch, seine Zeit mit etwas besserem, als ein neues Programm mühsam lernen zu müssen, zu verbringen, gerecht zu werden, da gibt es so verdammt viel zu bedenken.

Was ist das Wichtigste?
Wie kommt man am schnellsten dahin?
Wie kommt man wieder zurück?
Wie macht man Querverweise?
Wo, muss was sein, damit es sofort erkennbar ist?
Wo darf es auf keinen Fall hin?

Es gibt viele, die regeln so etwas mit Photoshop. Ich kann das nicht; also nicht wegen fehlender Photoshop Kenntnisse, sondern weil man die Dinge richtig anfassen muss. Und dazu gehören auch richtige Daten. Denn nur dann merkt man, wenn man auf dem Holzweg ist. Und was bin ich so oft auf dem …

Lange Rede, ziemlich wenig zu sehen, mal wieder:

Ich sitze dran! Aber es dauert noch! Schließlich soll es gut werden!

Wie das Internet, die Menschen und die Medien funktionieren und ticken

Wie das Internet, die Menschen und die Medien funktionieren und ticken an einem einzigen Beispiel wunderbar erklärt:

Deutsche Wirtschafts Nachrichten schicken uns Abmahnung

Nein, es geht nicht um die Abmahnung und es geht auch nicht um die Personen, es geht nicht einmal um die DWN. Es geht um das, was (wie immer) in den Kommentaren passiert. Ich mag das Internet, keine Frage. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass es einfach nicht für uns Menschen geeignet ist.

Oder eher andersrum: Wir Menschen sind einfach nicht fürs Internet geeignet …

Auf dem linken Auge blind und taub

Menschen, ihr seid schon erstaunlich. Wenn man euch einzeln fragen würdet, was ihr eigentlich von der Politik für euch und euer Land wollt, dann kämen die in aller Regel erstaunliche und gar nicht mal so schlechte Dinge bei heraus.

Der große Witz bei der Sache ist, wenn man dann nur nach diesen Antworten die passende Partei heraussuchen würde, dann kämen die Linken auf über 70 Prozent; schließlich bieten die – zumindest laut Programm – genau diese Dinge an.

Unsere Wahlergebnisse sehen anders aus. Dafür haben die Meinungsmacher und bezahlten Mietmäuler in diesem Land schon gesorgt. Es gab da mal diese schöne Untersuchung darüber, wie und wie oft Parteien in welchen Medien (unter anderem in der BILD) vorkommen und mit welchem Tenor.

Und lasst euch nicht täuschen, das sind nicht nur ‘Blätter’ aus der üblichen Ecke.

Die Menschen wollen und können anscheinend nicht trennen. Allen voran – gerade mal wieder – eitle und überschätzte Liedermacher.

Wenn man auf dem linken Auge blind und taub ist, dann können die Linken nur mindesten zehn Mal so schlimm sein, wie BND, Verfassungsschutz und NSA zusammen.

Das lässt sich natürlich durch das Erlebte erklären, nur macht es das noch lange nicht richtig; und schon gar nicht sinnig.

Der Logik nach dürfte keiner mehr in der katholischen Kirche sein, keiner mehr die CDU wählen und keiner mehr solche ‘Blätter’ lesen.

Was die alle in der Vergangenheit angestellt haben …

Also können wir da anscheinend doch sehr wohl im Kopf trennen, wenn es uns denn nur passt. Nur bei den Linken, da scheint es nicht zu passen. So partout nicht, dass wir nicht in der Lage sind, mitzubekommen, was sich so auf der anderen Seite zusammenbraut; oder wohl eher einfach nicht mitbekommen wollen.

Und das geschieht nicht nur bei ehemalig wichtigen Persönlichkeiten. Bei denen kann man das das Alice Schwarzer Syndrom nennen; ehemals für 15 Minuten einen Beitrag geleistet und jetzt die Schüsse nicht mehr hören können.

Aber wie nennt man das bei uns, wie nennt man das bei der großen Mehrheit, die sich von anderen die Augen und Ohren zuhalten lassen?

Merkbefreiung?

Es muss einem nicht gefallen, was man da mit dem linken Auge sieht. Man darf seine Vorbehalte und Abneigungen haben und auch klar kommunizieren. Aber sich deswegen freiwillig auch noch das andere Auge selber ausstechen?

Sorry – aber in dem Fall hat man sein Recht verwirkt, die Klappe überhaupt aufzureißen.

Wenn die eigenen blinden Flecken zu einem einzigen riesigem Schwarzem Loch mutiert sind, ist man nur noch gemeingefährlich.

Solche Menschen gehören nicht in die Öffentlichkeit und schon gar nicht hinter ein Mikrofon oder in einen Redaktionsstuhl.

Und ja, sie vom Bloggen abzuhalten dürfte schwieriger werden. Aber da gibt es ja immer noch ein sehr wirkungsvolles Mittel:

Wegklicken!